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C h r o n i k Fortsetzung Chronik => Bilderbogen zur Chronik =>
Im Pfarramt zu Harlingerode gibt es eine alte
handschriftliche Chronik, und auch die Schule hat vor langen Jahren
einmal begonnen, Dinge aus Vergangenheit und Gegenwart aufzuzeichnen,
die ihr Gebiet betreffen. Zu ersehen war daraus, dass das Jahr 1053 als
das Gründungsjahr von Harlingerode zu betrachten ist. Mit der
Schenkungsurkunde vom 3. Juni 1053, die sich im Stadtarchiv in Goslar
befindet, übergab Kaiser und König Heinrich III. das Landgut dem
Domstift in Goslar. 1057 wird der Ort als ein Landgut namens
Herlingerode. In einem über die Güter des Domstiftes zwischen
1174 und 1195 aufgestellten Verzeichnis ist angegeben, dass die ganze
Feldmark von Herlingerode zum Gebiet des Domherrn gehöre. Diese
Beziehungen zu des Stiftes zu Harlingerode haben bis in die neueste Zeit
fortgedauert. Noch Mitte des 18. Jahrhunderts war das Stift Gutsherr der
meisten Höfe. Während der Kriegsunruhen im 15. Jahrhundert sind drei
um Harlingerode gelegenen Dörfer vollständig zerstört worden. Die aus
diesen Orten vertriebenen Einwohner haben sich in Harlingerode
gesammelt. Die ältesten Namensformen für Harlingerode: Herlingerode
oder Herlincherode deuten auf die Herkunft der Neusiedler aus einem
vermuteten kleinen Gau (Gebiet) "Herlinge" oder "Harlinge"
am Harly hin.1548 sind in Harlingerode sechs Ackerleute, zwölf Karrenführer
und 17 Kother zu finden = 35 Hofstellen. Noch Schlimmeres hat aber
Harlingerode im Dreißigjährigen Kriege erdulden müssen. Zweimal ist
es zerstört worden. Harlingerode wurde wieder aufgebaut und kam
allmählich zu Wohlstand, von dem es nur noch einmal während der
Fremdherrschaft 1806 bis 1813 einen Teil einbüßte. Auf das Jahr 1860
zurück geht die Geschichte des bekannten Säge- und Hobelwerkes
Heinrich und Kurt Klages zurück |
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Bei der Behandlung der wirtschaftlichen Verhältnisse im
Wandel der Jahrhunderte unterschied man den Ort als Bauerndorf und als
Industriegemeinde. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass Harlingerode
heute noch mit 965 ha die bei weitem größte landwirtschaftliche
Nutzfläche des Amtsbezirkes Bad Harzburg besitzt, der insgesamt 2888 ha
umfasst. Als der eigentliche Zeitpunkt aber, an dem die rein bäuerliche
Dorfgemeinde sich zur modernen politischen Gemeinde mit bestimmend
industriellen Einfluss wandelte, ist das Jahr 1935 anzusehen. In
diesem Jahr wurde die Zinkhütte Harlingerode der Unterharzer Berg- und
Hüttenwerke GmbH gebaut, die bald der größte Arbeitgeber der Gemeinde
war und auch den Bau der Siedlung Göttingerode mit seinen 1500
Einwohnern zur Folge hatte. Im gleichen Jahre 1935 wurde auch die Grube
"Hansa" in Betrieb genommen. 1,8 Millionen Tonnen Eisenerz
förderte man von 1935 bis 1953.
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Gartenidylle
Er wurde
zugeschüttet, eine Grünanlage entstand, und nur ein kleiner
Springbrunnen erinnert an vergangene Zeiten. Ein Reservoir für
Löschwasser entstand in geringer Entfernung neben dem Postamt.
Planmäßig ist die noch vorhandene Lücke der B 6 n bis 1988
geschlossen worden.
Am 3. Juni 2003 ist Harlingerode offiziell 950 Jahre alt. |